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DER SUBWOOFERKANAL

Der Subwoofer

Filmsound lebt vom Tiefbass. Erst wenn die Hosenbeine flattern, sind Filmtoningenieure zufrieden. Und das nicht erst, seit Dolby Digital und DTS mit eigenem Basseffektkanal ("Low Frequency Effect"; LFE) noch tiefer in den Frequenzkeller hinabstiegen. Auch herkömmliche Dolby-Surround-Tonspuren, wie sie jede VHS-Kassette speichert, können die Zuhörer bass erstaunen. Klare Sache also: Ein zusätzlicher Tiefbasslautsprecher ("Subwoofer") gibt dem Filmgenuss den letzten Kick.

In diesem Zusammenhang meint die Bezeichnung Subwoofer tatsächlich eine Box oder zwei, die den Tiefbassbereich zwischen 20 und 80 Hertz übernehmen. Sie ergänzen also vollwertige Regallautsprecher oder Standboxen. Die Subwoofer der sogenannten Satelliten-/Subwooferkombis hingegen sollen nur die Bässe wiedergeben, die den schmalbrüstigen Satellitenboxen fehlen: Zur Tiefbasswiedergabe eignen sie sich nicht.

Tiefbasstaugliche Subwoofer lassen sich in drei Kategorien unterteilen: passive Subwoofer ohne Frequenzweiche, passive Subwoofer mit Frequenzweiche und aktive Subwoofer.

  • Passive Subwoofer ohne Frequenzweiche gibt's üblicherweise in THX-lizenzierten Lautsprecher-Sets. Sie benötigen eine eigene Leistungsendstufe (Verstärker). Die darf nur an einem dafür vorgesehenen Subwoofer-Cinchausgang betrieben werden, also einem Ausgang, der wirklich nur Tiefbassinformationen bereithält und höhere Frequenzen ausfiltert. ProLogic- und Dolby-Digital-Decoder mit THX-Zeichen stellen immer einen korrekt gefilterten Bassausgang bereit, aber auch viele andere AV-Receiver und separate ProLogic-Decoder.

  • Passive Subwoofer mit eigener Frequenzweiche werden entweder wie ihre Kollegen ohne Filter über eine eigene Endstufe angetrieben, die über den Subwooferausgang des AV-Verstärkers gespeist wird. Oder man verbindet sie direkt mit den Lautsprecherklemmen des Verstärkers bzw. der Hauptlautsprecher und setzt den Verstärker als zentrales Kraftwerk ein.

  • Aktive Subwoofer als Ergänzung bestehender AV-Anlagen zeigen sich am gutmütigsten: Sie bringen eine eigene Endstufe mit, an fast allen aktiven Tieftönern lässt sich nicht nur die Lautstärke, sondern auch die Frequenz, bis zu der sie spielen sollen, feinfühlig justieren. An besonders ausgeklügelten Modellen kann man regeln, ob der Subwoofer an der Übergangsfrequenz zu den Hauptboxen eher steil begrenzt oder flach ausläuft ("Filtercharakteristik").

Separater Subwooferkanal
Während ein Subwoofer im HiFi-Bereich nur bei sehr kompakten Lautsprechersystemen oder bestimmten räumlichen Gegebenheiten erforderlich ist, gehört er im Heimkino zur zwingenden Grundausstattung. Denn beim Film sind die tiefen Töne auf einem separatem Subwooferkanal abgespeichert. Sofern der Subwoofer über die verwendete Elektronik richtig an die Satelliten angekoppelt ist, garantiert die Dolby Digital- oder DTS-Codierung nicht nur automatisch eine korrekte Basswiedergabe. Zudem kann der Zuschauer den Tiefbasspegel schnell und einfach an die Raumakustik und den im jeweiligen Film vorherrschenden Basspegel abstimmen. Damit die Frontlautsprecher durch die Integration der Tieftöner nicht riesengroß werden müssen, empfiehlt sich der Einsatz separater Subwoofer, die sich problemlos in jeden Wohnraum integrieren lassen.