"Verteufelt gut
Ein Sound-Erlebnis wie in großen Kinosälen verspricht Direktvermarkter Teufel mit seinem neuen Boxen-Set Theater 5 THX Ultra. Es erfüllt trotz kompakter Abmessungen die strengen THX-Normen und klingt sogar mit reinen Musikaufnahmen höllisch gut.
... Die brandneuen, als Front- und Centerspeaker konzipierten M660 verfügen über ein betont kompaktes akustisches Zentrum aus zwei sehr kleinen, dennoch antriebstarken Mitteltönern und einer platzsparenden Titan-Kalotte mit Neodym-Antrieb. Das Trio sorgt für eine moderate, aber nicht übertriebene Bündelung inder Senkrechten und strahlt in der Horizontalen sehr breit ab, so dass die Hörer nicht unbedingt in der Mitte sitzen müssen, um die maximale Durchzeichnung einzufangen. Diese oberhalb 700 Hertz tätige Chassis-Dreiergruppe wird umrahmt von zwei großen Konustreibern mit hochmodernen Aluminium-Membranen und resonanzmildernden Staubschutzkalotten.
Da THX den Boxen eine Ausblendung der Tiefbassanteile unterhalb 80 Hertz mit 12 Dezibel Flankensteilheit vorschreibt, verfügen die M660 über geschlossene Volumina ohne die üblichen Bassreflexrohre. Ein auf die gleichen Werte getrimmtes Filter im THX-Decoder ergibt in der Addition mit dem Roll-off der Boxen eine sauber definierte und vor allem überschwingungs-freie Bassbegrenzung mit strammen 24 Dezibel pro Oktave. So lassen sich Spitzenpegel von weit über 100 Dezibel sauber und betriebssicher aus relativ kleinen Boxen kitzeln. Dazu passend, fordert THX von den Decodern eine Begrenzung des Subwoofers bei ebenfalls 80 Hertz mit exakt spiegelbildlichem Verlauf, so dass sich in der Praxis ein genau definierter Übergangsbereich ergibt. Diese Konstellation verspricht ein Maximum an Basspräzision.
Der M8000 ist laut Teufel-Katalog der weltweit kompakteste Subwoofer mit THX-Ultra-Gütesiegel. Die Forderung nach actionsicheren 110 Dezibel Schalldruck in 1 Meter Entfernung bei einer unteren Grenzfrequenz von 35 Hertz erfüllt der 33-Kilogramm-Würfel mit einer stramm aufgehängten Bassmembran im professionellen 30-Zentimeter-Format, der 350 Watt Sinus den Rücken kraulen. Die für einen Woofer dieses Kalibers moderate Kantenlänge von unter 50 Zentimetern liess sich nur mit einem Trick verwirklichen. Um voluminöse Bassreflexrohre zu umgehen, gestalteten die Berliner den Reflextunnel als unten liegenden Schlitz, der über den Fußboden eine Verlängerung und somit tiefere Abstimmung erfährt.
Im Hörraum klang das fabrikfrische Theater 5 anfangs leicht unterkühlt und bestätigte einmal mehr die Erfahrung, dass Metallmembranen unbedingt einige Stunden Einspielzeit benötigen. Bald darauf aber ging die Post ab, und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Die offensichtlich ebenso belastbaren wie feinfühligen Teufel-Chassis sorgten für ein ungemein leichtfüßiges Ansprechen, so dass sich selbst bei komplexesten Klangformationen eine extrem saubere Definition ergab.
Man konnte mit diesem Set unglaublich laut hören, ohne an irgendwelche Grenzen zu stoßen. Die drei baugleichen Hauptlautspecher verhinderten schwankende Klangfarben bei durch den Raum wandernden Schallquellen und sorgten für ein traumhaft exaktes Frontstaging. Bei verdunkeltem Raum definierte die abgespielte Software den Raumeindruck und nicht die in Wirklichkeit vorhandenen, ziemlich stabilen Betonwände. Besonders genial war der druckvolle und bestens durchhörbare Bass. Felsbrocken donnerten brachial zu Boden, Männerstimmen kamen dennoch ohne künstlichen Bart - ein Indiz für die gelungene Anpassung zwischen Woofer und den übrigen Boxen. Eine fünfkanalige Beethoven-Einspielung meisterte das Set tonal sehr ansprechend und ohne die befürchtete Bissigkeit älterer THX-Systeme. Teufel hat mit dem Theater 5 zweifelsohne einen Meilenstein gesetzt - wer da nicht zum Fan wird, muss voll auf den Ohren sitzen. Wolfram Eifert
Gesamtwertung THX-Ultra-lizenziertes Surroundset mit relativ kompakten Abmessungen und exzellentem Subwoofer. Temperamentvoller und stimmiger Klang, exakte Raumabbildung. Extrem pegelfest und HiFi-tauglich.
Absolute Spitzenklasse, 56 Punkte Stereoplay-Testurteil: überragend
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