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Dolby-Surround

Die Surround-Systeme - Dolby

Der Surround-Decoder ist das Herzstück jeder Heimkino-Tonanlage. Er bereitet den Ton so auf, wie es auch in den Kinos geschieht, versorgt also die Frontkanäle und die Surrounds mit den jeweils richtigen Signalen. Im folgenden werden unterschiedliche Mehrkanal-Tonformate von Dolby dargestellt.

Dolby Pro Logic
Die analoge Surroundtechnik nutzt als Ausgangsmaterial vier Tonspuren, und zwar links, Mitte, rechts und Surround. Links und rechts werden auf die Stereospuren unverändert aufgespielt, während das Mittensignal zu jeweils gleichen Teilen auf beide Spuren verteilt wird - im Pegel entsprechend angepasst, dass die Lautstärke der drei vorderen Lautsprecher harmoniert. Das Surroundsignal schließlich wird der einen Seite normal, der anderen um genau eine Schwingungsphase versetzt (180 Grad) beigemischt. Das heißt bei Stereowiedergabe, dass wenn die Box links einschwingt, die rechts ausschwingt, und umgekehrt. Den gleichen Effekt kann man erreichen, wenn man die Boxen verpolt anschließt, also auf einer Seite Plus und Minus vertauscht. Geräusche, die aus beiden Boxen gleichmäßig kommen sollten, klingen dann nicht mehr ortbar, sondern diffus im Raum. Wird Surround-codiertes Tonmaterial ohne Decoder abgespielt, ergibt sich für die Surroundanteile genau dieser Effekt: Sie klingen diffus, was sehr erwünscht ist. Bei Mono-Wiedergabe aber löschen sich die exakt entgegengesetzten Impulse wieder aus, die Surroundanteile sind dann verschwunden.

Dieses Prinzip wurde nicht von Dolby erfunden, sondern schon für vierkanalige Musikwiedergabe ("Quadrophonie") genutzt. Daher kann jeder Hersteller diese Technik anwenden, sie sowohl bei der Produktion von Filmen oder Musik einsetzten als auch in Hardware-Komponenten einbauen. Um das Dolby-Logo tragen zu dürfen, müssen die Decoder noch eine Reihe spezieller Vorschriften erfüllen, die dafür sorgen sollen, dass das System perfekt funktioniert.

Dolby Pro Logic II
Dolby Pro-Logic II ist eine Technologie, die aus dem konventionellen, in den Stereokanälen codierten Dolby Pro-Logic-Signal 5.1 Kanäle generiert. Aus der gesamten bis heute angebotenen Dolby Surround-Software kann ein Pro-Logic II-Decoder die 5.1 Kanäle erzeugen. Vor allem durch die Stereo-Surroundkanäle und den vollen HiFi-Frequenzgang auf allen Kanälen erzeugt Dolby Pro-Logic II eine realistischere Rundum-Atmosphäre. Aber auch bei der Wiedergabe einer Standard-Stereoaufnahme können Sie durch die Steuerlogik der neuen Music-Betriebsart einer zu hohe Konzentration auf den Centerkanal vorbeugen. Dies löst das Problem mit den unnatürlichen Effekten, die bisher beim Abspielen von Stereoquellen über Mehrkanalsysteme auftraten. Im Music-Modus lassen sich sogar auch normale Stereoquellen mit einem 5.1-Kanal-Raumklang wiedergeben.

Dolby Digital
Dolby Digital ist das Surround-System der digitalen Welt, also das, was Dolby ProLogic beziehungsweise Dolby Surround auf der analogen Seite ist - ein Verfahren zur Speicherung und Übertragung von Mehrkanalton. Gleichzeitig ist Dolby Digital auch ein Verfahren zur Verringerung der Datenmenge digitaler Töne; darum soll es hier aber nicht gehen. Ähnlich wie Dolby Digital funktioniert das weitere Verfahren DTS, das praktisch die gleichen Anforderungen an die Dolby Surround Anlage stellt.

Die Vorteile von Dolby Digital
- perfekte Kanaltrennung
- Stereo auch hinten
- volle Bandbreite auf allen Kanälen
- zusätzlicher Bass-Kanal

In der Summe führen diese Vorteile zu einer verbesserten Räumlichkeit, eindrucksvolleren Effekten und einer noch realistischeren Klangwiedergabe. Dabei ist aber zu beachten, daß der digitale Surround-Ton allein keine Wunder vollbringen kann. Eine exzellente Anlage, die schon ProLogic über sehr gute Boxen und kraftvolle Verstärker wiedergab, wird durch Dolby Digital möglicherweise nicht so gravierend aufgewertet wie eine einfachere.

Digitale Mehrkanalsysteme arbeiten stets mit voneinander unabhängigen ("diskreten") Kanälen, so dass sich die Tonspuren nicht gegenseitig beeinflussen können. Einzige Ausnahme: Kommen Töne auf mehreren Kanälen gleichermaßen vor, lassen Datenreduktionsverfahren unter Umständen diesen Ton dort weg, wo er leiser ist. Denn man geht davon aus, dass das menschliche Ohr einen Ton nur aus der Richtung wahrnimmt, in der er dominiert.

Digitale Tonsysteme können meist ein bis sechs Kanäle verarbeiten. Anders als bei analogem Surround sind dann hinten zwei getrennte Kanäle vorgesehen; zusätzlich existiert noch ein weiterer Kanal für tieffrequente Effekte (low frequency effects channel, LFE), der Subwoofer oder Tieftöner versorgt. Daher bezeichnet man die Kanal-Konfiguration mit der Zahl der Kanäle und einem .1 dahinter; gebräuchlich ist bei Filmen meist 5.1, was auch das Maximum bei Dolby Digital darstellt, MPEG-2 kann bis zu 7.1, SDDS im Kino acht vollwertige Kanäle, DTS in mannigfaltigen Versionen auch zu Hause maximal acht. Der bei 6.1- und 7.1-Systemen (Surround EX, DTS ES) verwendete rückwärtige Centerkanal wird aus den Stereospuren der Effektkanäle generiert und verfügt über keine eigene diskrete Tonspur.

Software für digitale Decoder
Grundsätzlich ist bei allen Digitalsystemen zwischen Zweikanal-Stereo und echtem Mehrkanalton zu unterscheiden. Dolby Digital zum Beispiel ist nur digitaler Surround, wenn mehr als zwei Kanäle genutzt werden. Gerade bei älteren Filmen liegen aber keine Abmischungen mit diskreten Tonspuren vor, sondern nur analoge Codierungen für das zwei kanalige Lichttonsystem des 35-mm-Films. Dann wird zum Beispiel auch auf der DVD das System nur zweikanalig genutzt (Kennzeichnung 2.0), und um Surround zu hören, muss wieder der ProLogic-Decoder bemüht werden. Das gleiche gilt für MPEG; dort ist MPEG-1 immer zweikanalig, MPEG-2 kann bis zu acht Kanäle enthalten, muss es aber nicht. Das passende Futter für digitale Decoder muß also 5.1-kanalig sein - oder, was bei Musik vorkommt - 4.0-kanalig, also mit vier gleichwertigen Kanälen.

Was man braucht
Im Prinzip nur einen AV-Receiver. Er nimmt die digitalen Quellen entgegegen und entschlüsselt die digitalen Tonformaten. Die entsprechenden Tonspuren werden dann als analoge Signale an die Lautsprecher ausgegeben.

Dolby TrueHD
Dolby TrueHD wurde von den Dolby Laboratories speziell für HD-DVDs und Blu-ray Discs als verlustfreies Mehrkanal-Tonformat entwickelt. Das Konkurrenz-Format ist DTS-HD Master Audio. Mittlererweile nutzen auch Spiele-Soundtracks dieses Format.
Das Format unterstützt auf HD-DVD und Blu-ray Disc bei 96 kHz Abtastfrequenz bis zu acht Kanäle, bei 192 kHz bis zu 6 Kanäle, jeweils mit einer 24 Bit Wortbreite. Die maximale Datenübertragungsrate beträgt 18.432 kbit/s. Das Format bietet die Möglichkeit Filmsoundtracks in einer besonders hohen Dynamik bei weitem Frequenzumfang (20 - 20000 Hz) und feinster Auflösung abzubilden.

Dolby Atmos
Das Dolby Atmos Format, das zusammen mit Dolby Vision zu Kategorie Dolby Cinema gehört erlaubt eine unbegrenzte Anzahl von Tonspuren. Korrekterweise gibt es keine

Tonspuren mehr. Die Soundobjekte werden digital gespeichert mit Koordinaten für die Position im Raum, Lautstärke und anderen Parametern. Zum jeweiligen Zeitpunkt im Film wird das entsprechende Soundobjekt dann abgespielt. So ähnlich werden auch die Soundobjekte bei Spiele-Soundtracks gespeichert. Ein Soundobjekt kann beispielsweise auch mehrmals angetriggert werden. Heimkino Anlagen mit Dolby Atmos oder Kinos mit Dolby Atmos verfügen über sogenannten Deckenlautsprecher, bei denen Soundeffekte auch von oben kommen können.

Dolby Atmos ist abwärts kompatibel zu älteren Systemen wie 5.1 oder 7.1. Die erste Generation, der Dolby Atmos Cinema Processor, unterstützt bis zu 128 einzelne Tonobjekte und bis zu 64 separate Ausgangssignale. Dolby Atmos kann jedem Lautsprecher ein einzelnes Soundobjekt zuordnen.

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