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THX Ultra 2

Für professionelle Anwendung

die ersten deutschen Heimkino-Lautsprecher mit THX Ultra 2-Lizenz.
Lesen Sie hier alles über die THX Ultra 2-Norm

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Die Sensation ist perfekt: Lautsprecher Teufel gibt wieder einmal den Heimkino-Ton an und bekam für seine Lautsprechersysteme System 8 und System 10 als erster deutscher Hersteller die THX Ultra 2-Lizenz. Diese neue, weitaus anspruchsvollere Qualitätsnorm garantiert einen noch audiophileren Sound, einen deutlich höheren maximalen unverzerrten Schalldruck und eine bisher nie dagewesene Heimkino-Performance.


Teufel und THX Ultra 2

Wichtige exklusive Informationen zur neuen THX Ultra 2-Norm

1. THX - die wachsende Bedeutung einer Heimkino-Qualitätsnorm
2. THX Ultra 2

1. THX - die wachsende Bedeutung einer Heimkino-Qualitätsnorm

Die Aufnahmetechnik für Film und Musik wächst zusammen

Seit Jahren forscht THX laufend gemeinsam mit Lucasfilm®, der Dolby Corporation® und den weltweit führenden Spezialisten an der Weiterentwicklung der technischen Standards für die Filmtonwiedergabe. Die Abteilung Home THX entwickelte - in enger Abstimmung mit dem professionellen Bereich - umfangreiche Normen, die sicherstellen, dass Sie großes Kino auch zu Hause akustisch so erleben können, wie es die Toningenieure und Regisseure produziert haben. Wer sollte besser wissen, wie ihre Filme zu "klingen" haben, als die Macher selbst?

Die Entwicklung der mehrkanaligen Musikwiedergabe hat in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen. Die überragenden Möglichkeiten der DVD werden immer mehr genutzt. Bei der Suche nach einer verbindlichen Norm greifen immer mehr Produzenten beim Aufbau eines neuen Mehrkanal-Audio-Tonstudios auf die Erfahrungen von THX und entsprechend lizenzierte Lautsprecher zurück. Ein diffuses, durch Dipole erzeugtes Klangfeld im Rearbereich, ein Trennfrequenz von 80 Hz mit 24 dB Flankensteilheit für Subwoofer und im Klang absolut identische Frontlautsprecher sind heute bei der Produktion von Musikaufnahmen zur Regel geworden. Der aufmerksame Kenner und Beobachter erkennt bereits hier, welche Wege die Mehrkanaltechnik in Zukunft gehen wird. Die Aufnahmetechnik für Filmton und Musik wächst immer schneller zusammen.

Die Bedeutung von THX heute und in der Zukunft

Es bedarf keiner hellseherischen Fähigkeiten um vorauszusagen, dass die THX Norm zum internationalen Standard in der mehrkanaligen Aufnahmetechnik für Musik und Filmton avancieren wird. Darüber hinaus verlangt die Interessenlage aller Beteiligten (Kunden, Tonproduzenten und Hardware-Hersteller), dass in Zukunft nur eine Art von Wiedergabeanlage bei Ihnen zuhause notwendig ist, um jede Art von Tonwiedergabe perfekt genießen zu können. Eine Entwicklung, die wir immer voraus gesagt haben und für die wir von der Konkurrenz und Presse manchmal mitleidig belächelt wurden.

Es wurde jedoch übersehen, dass eine moderne Mehrkanalanlage ein komplexes System ist, das aus der DVD-Software mit bis zu acht eigenständigen Tonspuren, einem DVD-Spieler mit diversen Prozessoren für die unterschiedlichen Tonformate, einem komplexen Steuergerät, das immer mehr einem Computer ähnelt, und bis zu zehn für völlig unterschiedliche Aufgaben entwickelten Lautsprechernn besteht. Es wird daher dringend eine Norm benötigt, die die notwendige Zusammenarbeit exakt regelt.

Hier wird THX zu einem "Betriebssystem", das sicherstellt, dass alle sofort oder später eingesetzten Komponenten sich exakt so verhalten, wie es das Gesamtsystem verlangt. Was nutzt der schnellste Computer, wenn seine Schnittstellen nicht passen und sein Betriebssystem die beste Software nicht verarbeiten kann. Vier gleiche Standlautsprecher und ein querformatiger Regallautsprecher, denen irgendwann vielleicht ein Subwoofer beigestellt wird, sind ein sehr simpler, von der alten Stereotechnik abgeleiteter, Lösungsansatz, der - unabhängig von der Qualität der Einzelkomponenten - den technischen Erfordernissen einer hochwertigen und exakten mehrkanaligen Wiedergabe und ihren faszinierenden Möglichkeiten, nämlich den Raum wiederzugeben und damit starke emotionale Wirkungen zu erzielen, in keiner Weise gerecht wird.

Die aktuelle Entwicklung im Steuergeräte-Sektor zeigt deutlich den Weg auf. Kaum ein großer renommierter Hersteller kann es sich heute noch leisten, seine hochwertigen Mehrkanalgeräte ohne THX-Lizenzierung dem Weltmarkt zu präsentieren. Firmen, die es trotzdem wagen, rechtfertigen sich dann ausführlich dafür und beteuern, dass ihre Geräte auch ohne Lizenzierung die gleichen Leistungsmerkmale aufweisen. Man fragt sich - unabhängig vom Wahrheitsgehalt und der fehlenden Überprüfbarkeit solcher Aussagen -, warum dann keine Lizenzierung zur Sicherheit des Kunden beantragt wurde.

Auch sehr viele Lautsprecher-Firmen glauben, sich von den Anforderungen, die dieser Markt in Zukunft stellen wird, abkoppeln zu können. Sie bieten dem Kunden wenig zukunftssichere Lösungen an und setzen auf den Glauben, dass die tausendfache Überarbeitung bzw. Neuentwicklung ihrer Modelle endlich den richtigen Klang ergibt. Ironischerweise könnte man sagen, dass Produkte, deren Klang von Monat zu Monat angeblich immer besser wird (wie uns die Neuentwicklungsflut in den letzten Jahren beweisen will), noch vor kurzem mit erheblichen Qualitätsmängeln behaftet gewesen sein müssen.

Die Entwicklungsgeschichte der THX Ultra-Normen

Die THX Ultra 1-Norm entstand zur Zeit der analogen Dolby Surround-Codierung und wurde bereits 1990 entwickelt. Digitales Dolby Surround, dts, Dolby Pro Logic 2, 7.1- Tonformate etc. waren zu dieser Zeit kaum vorstellbar, und dass es eines Tages echte mehrkanalige Musikwiedergabe in höchster Qualität geben würde, haben nur echte Futuristen geglaubt - wie z.B. Lautsprecher Teufel im Prospekt der M200/M6000 von 1988. Es war klar, dass diese entscheidenden Veränderungen zu einer Überarbeitung der THX Ultra Norm führen mussten.

Die neue THX Ultra 2-Norm hat sich zum Ziel gesetzt, den neuen Entwicklungen im Wesentlichen wie folgt Rechnung zu tragen:

- stärkere Berücksichtigung der Ansprüche bei der Musikwiedergabe insbesondere bei der Wiedergabe von mehrkanaligen Aufnahmen.

- größere Freiräume für den Entwickler bei der Realisierung der Lizenz Vorgaben.

- strengere Anforderungen in den technischen Bereichen, z.B. extreme Linearität des Frequenzgangs, Verzerrungen, die sich zum Teil an der Nachweisbarkeitsgrenze bewegen sowie unerhörte Dynamikreserven bei den Frontlautsprechern und insbesondere bei den Subwoofern.


2. THX Ultra 2

THX Ultra 2 und die wesentlichen Änderungen bei den Frontlautsprechern

Im Folgenden finden Sie ausführliche Informationen zu den wichtigen Veränderungen in der THX Ultra-Welt und dem Teufel-Modellprogramm. In vier Disziplinen wurden die Anforderungen für THX-lizenzierte Frontlautsprecher verändert:

  1. erhebliche Vergrößerung des unverzerrten Dynamikumfangs
  2. im vertikalen Abstrahlverhalten
  3. im Hochtonfrequenzgang
  4. in der Linearität des Gesamtfrequenzgangs

Die erhebliche Vergrößerung des unverzerrten Dynamikumfangs

Die in konstruktiver Hinsicht anspruchsvollsten Neuerungen der THX Ultra 2-Norm liegen in ihren erheblich verschärften Anforderungen an die maximale unverzerrt erreichbare Dynamik der Frontlausprecher. Das Maß für die Dynamik eines Lautsprechers ist in der Lautsprecherphysik eindeutig festgelegt. Sie wird in dB (Dezibel) gemessen und beschreibt den Unterschied zwischen dem leisesten und lautesten Ton, der bei einem vorher bestimmten Höchstmaß an Verzerrungen von einem Lautsprecher erzeugt werden kann. Je größer diese Dynamikfähigkeit bei einem Lautsprecher ist, um so verzerrungsfreier arbeitet der Lautsprecher (insbesondere bei hohen Lautstärken) und umso größer dürfen die Räume sein, die er sinnvoll beschallen kann sein (Angabe in Kubikmetern).

Den aufmerksamen Liebhabern der anspruchsvollen, kinogerechten Filmtonwiedergabe ist bereits in der Vergangenheit bekannt gewesen, dass Teufel mit seinen THX Ultra 1-Front- und Rear-Modellen als einziger Hersteller weltweit die erheblich schwereren Lizenzanforderungen für sehr große Räume (Lizenz für 6000 und 9000 Kubikfuß) erfüllte und die entsprechenden Testate erhalten hatte.

Das Heimkino-Abenteuer beinhaltet immer ein intensives akustisches Erlebnis, zielgerichtet werden Emotionen durch große Dynamiksprünge aktiviert. Deshalb werden an die Dynamikfähigkeit insbesondere der neuen THX Ultra 2-Lautsprecher extreme Anforderungen gestellt. Diese Entwicklung vorausahnend haben wir bereits in unseren bekannten Frontmodellen M660 und M990 einen Dynamikumfang realisiert, der der heutigen THX Ultra 2-Anforderung entspricht und bei der M990 noch weit darüber hinaus geht. Deshalb haben wir auch damals die 6000- und 9000 cft.-Lizenz für unsere Modelle erhalten.

Diese Weitsicht in der Produktentwicklung ermöglicht es uns heute überhaupt erst, Ihnen eine Upgrade-Möglichkeit anzubieten. Denn bei einem bestehenden Lautsprecher die Dynamik zu erhöhen, ohne gleichzeitig die Verzerrungen mit ansteigen zu lassen, ist nicht möglich. Steigen die Verzerrungen aber über ein zulässiges Maß an, ist die obere Dynamikgrenze des Lautsprechers erreicht. Der einzige verbleibende Ausweg für den Entwickler ist die Vergrößerung der vorhandenen Lautsprechermenbranfläche, was zwangsweise ein neues Lautsprechergehäuse und damit eine völlige Neukonstruktion nach sich zieht.

Vertikales Abstrahlverhalten, Hochtonfrequenzgang und Linearität des Gesamtfrequenzgangs

Es ist immer ein Schwerpunkt bei der Entwicklung unser Lautsprechermodelle gewesen, im Rahmen der von THX ermöglichten Bandbreite einerseits das Ziel einer Kino-gerechten, perfekten Filmtonwiedergabe konsequent zu verfolgen, andererseits eine dem Preis des Lautsprechersystems adäquate HiFi-Wiedergabefähigkeit nicht aus den Augen zu verlieren. Viele Testsiege, Beurteilungen und Auszeichnungen und nicht zuletzt der Erfolg im Markt haben Teufel bestätigt, dass diese Aufgabe gut erfüllt wurde.

Der wesentlichste Unterschied für die Wiedergabequalität zwischen THX Ultra und THX Ultra 2 bezieht sich auf das Abstrahlverhalten des Lautsprechers, seinen Hochtonfrequenzgang und die Linearität des gesamten Frequenzgangs. Es war das Ziel, die HiFi- bzw. Musikwiedergabeeigenschaften zu optimieren.

An dieser Stelle ist ein kleiner Exkurs in die Produktionswelt von Musik-CDs bzw. -DVDs und der Tonfilmabmischung notwendig. Musik-CDs und -DVDs werden immer so abgemischt, dass sie in einer "wohnzimmerüblichen Größe" und einem entsprechendem Abstand vom Lautsprecher zum Hörer(in) ihre optimale akustische Performance erreichen. Merke: Musik-CDs und -DVDs sind für zuhause gemacht.

Tonfilmabmischungen werden hingegen für große Kinosäle produziert und genau in dieser Abmischung an den Heimkinofan verkauft. Es ist dem DVD-Produzenten aufs Strengste verboten, die Tonspuren für die Wiedergabe im Heimkino abzuändern, weil der Rechteinhaber befürchtet, dass sich dadurch eine völlig andere Wirkung des Films ergeben könnte, als sie vom Regisseur beabsichtigt wurde.

Wie groß der akustische Unterschied ist, fällt am stärksten auf, wenn wir die Wirkung unserer eigenen Stimme in unserem Wohnzimmer und in einem Kinosaal vergleichen. Wie wir mit der Überprüfung unserer eigenen Sprachwiedergabewirkung feststellen können, ist die Hochtonwiedergabedämpfung bereits im leeren Kino enorm und im vollem Kino nochmals erheblich stärker. Um eine dem Kinosaal gerecht werdende Tonwiedergabe zu erreichen, müssen unter anderem auf den Tonspuren die Hochtonwiedergabepegel sehr stark angehoben werden. Kinosäle haben eine große Luftschalldämpfung der hohen Frequenzen, die so kompensiert werden muss. Merke: Film-DVDs sind für das große Kino produziert.

Neben vielen sinnvollen Maßnahmen, die in einer THX-Wiedergabekette für eine Anpassung der kinogerechten Tonaufzeichnung an die häuslichen Gegebenheiten sorgen, liegt es am Lautsprecher, wie es gelingt, die Welten von Filmton- und Musikwiedergabe für den Hörer perfekt zusammen zu führen. Es ist sicherlich einsichtig, dass eine im Hochtonbereich stark angehobene Film-DVD bei ihrer Wiedergabe über einen "HiFi-optimierten Lautsprecher", der in der Regel bereits über einen angehobenen Hochtonfrequenzgang verfügt, bei der Vielzahl von Effekten, die auf den Filmtonspuren aufgezeichnet sind, zu einer unangenehm überzogenen Hochtonwiedergabe führt und dass als Folge die Sprachverständlichkeit darunter stark leidet. In dieser Situation neigt man dazu, den Lautstärkeregler immer weiter aufzudrehen, bis ein unangenehmer Wiedergabepegel erreicht ist.

Ein weiteres Beispiel, wie derartige sogenannte HiFi-Effekte die Filmwirkung zerstören können, ist die Sprachwiedergabe im Freien. Sie muss bei einer Kinoton-gerechten Wiedergabe ohne das kleinste Zischeln bei S-Lauten erfolgen, so wie es bei unserer eigenen Sprachwahrnehmung im Freien der Fall ist. Die S-Laut-Effekte dürfen erst ganz leicht in einem halligen Raum, wo sie durch Reflexionen entstehen können, zu hören sein.

Weist ein Lautsprecher ein sehr breites vertikales Abstrahlverhalten auf, wie es heute bei HiFi-Lautsprechern üblich ist, wird der Lautsprecher - immer vor dem Hintergrund, dass der Filmton eine starke Höhenanhebung aufweist - durch Reflexionen an den Boden- und Deckenflächen seine Neigung zu zischelnden S-Lauten weiter verstärken. Damit verringert sich seine Sprachwiedergabe- oder Analytikfähigkeit, eine trockene, atmosphärisch dichte Wiedergabe von Außenaufnahmen kann nicht realistisch wiedergegeben werden. Hier ist und bleibt es wichtig, die Wirkung eines guten Filmtons im Kino zum Vergleich heranzuziehen.

In der alten THX-Norm wurden deshalb - bei einer breiten horizontalen Abstrahlcharakteristik - eine leicht gedämpfte Auslegung des Hochtonfrequenzgangs und eine sehr enge vertikale Abstrahlcharakteristik verlangt. Diese Anforderungen wurden in der THX Ultra 2-Norm etwas gelockert und somit der Entwicklung Rechnung getragen, dass immer mehr mehrkanalige Anlagen auch für die reine Musikwiedergabe genutzt werden. Natürlich ist eine THX-Anlage auch heute immer eine dem realen Kinoklang verpflichtete Installation und noch lange keine "Hochtonspritzmaschine", aber der neu gefundene Kompromiss macht es dem alten HiFi-Liebhaber noch leichter, auf ein neues unvergleichliches Hörabenteuer umzusteigen.

Teufels aufwendige D'Appolito-Frontboxenkonstruktion weist alle Merkmale hochwertiger HiFi-Boxenbautradition auf und realisierte schon damals - anders als alle Mitwettbewerber - die vertikale Abstrahlcharakteristik durch eine aufwändige Filtertechnologie. Statt einer einfachen Parallelschaltung von zwei oder drei Kalottensystemen, die dann über sich zwangsweise ergebene Interferenzen ihr Ziel erreichten, werden bei Teufel den unterschiedlichen Systemen ihre eigenen Frequenzbereiche zugewiesen, ganz wie es bei einer exzellenten HiFi-Konstruktion der Fall sein sollte. Somit waren die besten Voraussetzungen gegeben, um mit einer sorgfältigen Neuentwicklung der Frequenzweiche die Bedingungen für eine THX Ultra 2-Lizenz zu erfüllen.

Drei identische Frontlautsprecher

Das von Teufel bei allen THX Ultra- und THX Select-Frontlautsprechern realisierte Querformat entspricht unserer 100%ig belegbaren Überzeugung, dass nur völlig identisch aufgebaute Lautsprecher auch völlig gleich klingen. Wir vertreten die Überzeugung, dass es in dieser Preis- und Leistungsklasse keine andere Lösung geben darf. Ein vom rechten und linken Frontlautsprecher abweichend aufgebauter Centerlautsprecher klingt immer anders als seine Kollegen, weil die Beugungen an den Gehäusekanten bei anderen Frequenzen auftreten und somit zu einem anderem Frequenzgang und Klangbild führen. Kein Versuch, diese Veränderung durch eine andere Frequenzweiche zu kompensieren, wird zu einem dieser Preisklasse gerecht werdenden Ergebnis führen. Mit einer gewissen Irritation stellen wir fest, dass weder die Fachpresse und erst recht nicht die Wettbewerber sich hier eindeutig zu einem hohen Qualitätsanspruch verpflichten. Was für eine vernichtende Kritik müsste ein Hersteller erwarten, der sich erlaubt, ein Paar hochwertige HiFi-Lautsprecher zum Test zu bringen, bei denen der rechte und linke Lautsprecher in verschiedenen Gehäuseformaten aufgebaut wären. Es bleibt also die Frage: Warum wird bei angeblich hochwertigen Center-Lautsprechern etwas stillschweigend akzeptiert, was selbst im Billigbereich von HiFi-Lautsprechern undenkbar wäre. Vielleicht weil der Center nicht so Ernst genommen wird?

THX Ultra 2 und die wesentlichen Änderungen bei den Rearlautsprechern

Die Anforderungen an die Rearlautsprecher (Dipole) wurden in drei Punkten verändert:
  1. beim im statistischen Raummittel gemessenen Gesamtfrequenzgang
  2. in der unteren Grenzfrequenz
  3. im Dynamikumfang

Der Gesamtfrequenzgang

Eine wesentliche Anforderung bei der Entwicklung von THX-Dipolen ist unter anderem die Einhaltung eines sehr linearen Frequenzgangs (Schallenergie-Messung im Raum) bei einer Vielzahl von Messpunkten in einem dem durchschnittlichen späteren Hörraum entsprechenden Messraum. Diese Messergebnisse sind u. a. abhängig von der Raumgröße und von der Nähe den Schall begrenzender Flächen in diesem Raum.

Bei der Entwicklung der neuen THX Ultra 2-Norm gingen die THX-Ingenieure grundsätzlich von einem größeren Hörraum aus als bei der alten THX Ultra 1-Norm, was bei den Entwicklungsaufgaben für alle THX Ultra 2-Systemlautsprecher in den zum Teil deutlich erhöhten Dynamikanforderungen und bei den Rearlautsprechern darüber hinaus - wie oben erörtert - durch eine leichte Anpassung der Frequenzgänge zum Ausdruck kommt.

Die untere Grenzfrequzenz

Die alte THX Ultra 1-Norm ist zu einer Zeit entstanden, als die rückwärtigen Lautsprecher vom jeweiligen Tonträger nur ein im Frequenz- und Dynamikumfang sehr begrenztes Monosignal zur Verfügung gestellt bekommen haben. Vollbereichsfrequenzgänge und getrennte Signale für jeden Lautsprecher im Rearbereich, wie sie digitales Dolby Surround, dts etc. möglich machen, waren überhaupt noch nicht denkbar. Deshalb war nach der alten Norm auch nur eine untere Grenzfrequenz von 125 Hz (-3 dB) als Mindestanforderung vorgeschrieben.

Nach der THX Ultra 2-Norm ist die für den perfekten Anschluss an den Subwoofer notwendige Grenzfrequenz auf 80 Hz (-3dB) bestimmt worden. Eine Wiedergabe tieferer Frequenzen über die Rearlautsprecher ist bei einem Einsatz eines Subwoofers nicht sinnvoll, weil es zu einer unnötigen Vergrößerung des Gehäuses führen würde.

Der Dynamikumfang

Der für die zukünftige Lizenzierung notwendige Dynamikumfang wurde den Frontlautsprechern angepasst.

Alle neueren Teufel THX Ultra 1-Dipole (M330D, M600D, M900D) besitzen die Teufel-Technik der doppelsymmetrischen Systemanordnung, die eine über die neuen THX-Anforderungen hinausgehende Dynamik möglich macht. Die Forderung nach einer Grenzfrequenz von 80 Hz ist bei allen o.g. Modellen bereits bei ihrer Entwicklung entsprechend den neuen Toncodierungsverfahren realisiert worden.

Die neuesten Entwicklungen zur Beschallung des rückwärtigen Bereichs

Zum Abschluss des Kapitels über Rearlautsprecher hier noch einige Hinweise zum Einsatz von Direktstrahlern und Dipolen im rückwärtigen Bereich. Ist eine 5.1-Ausstattung geplant, sollten immer Dipolstrahler die erste Wahl sein. Für die Filmtonwiedergabe ist das heute weitgehend unbestritten, weil nur Dipole in der Lage sind, ein diffuses Schallfeld zu erzeugen, wie es im Kino durch die große Menge von Lautsprechern, die in rückwärtigen Kinoraum angeordnet sind, erreicht wird und von den Filmton Produzenten verlangt wird. Diese Empfehlung gilt aber auch dann, wenn der Schwerpunkt ausschließlich auf eine qualitativ hochwertige mehrkanalige Musikwiedergabe gelegt wird, weil derartige Musikaufnahmen fast immer für eine diffuse Wiedergabecharakteristik im rückwärtigen Bereich produziert werden.

Viele bekannte Studios, die sich einen neuen Abhörraum für die Produktion von mehrkanaligen Musikaufnahmen aufbauen, entscheiden sich für die folgende Ausstattung: Im Frontbereich werden drei identische Lautsprecher eingesetzt, weil eine Kombination von einem in seiner Konstruktion von den rechten und linken Frontlautsprechern abweichender Centerlautsprecher immer zu Klangunterschieden führt, die für einen Studiobetrieb völlig inakzeptabel sind. (Oder haben sie in der Vergangenheit auch mit zwei verschiedenen Lautsprechern Ihre CDs abgehört?) Im rückwärtigen Bereich werden seitlich Vollbereichsdipole angeordnet, die zwischen monopolarer und dipolarer Abstrahlcharakteristik umschaltbar sind. (Alle Teufel-Dipole M700D, M800D und M1000D sind so ausgestattet und werden deshalb in den Studios bevorzugt eingesetzt)

Soll das Studio darüber hinaus auch für eine 7.1-Produktionsmöglichkeit ausgelegt werden, kommen im direkten hinteren Bereich Direktstrahler zum Einsatz. Analog zu dieser Produktionstechnik empfiehlt Teufel beim Aufbau einer zukunftsicheren 7.1-Mehrkanalanlage nach THX Ultra 2-Standard sowohl für Heimkino- als auch für Musikwiedergabe diese Lautsprecherbestückung. Diese Auffassung wird dadurch gestützt, dass alle neuen THX Ultra 2-Vollverstärker, -Vorverstärker und -Receiver einen Prozessor besitzen, der die hinteren Direktstrahler so ansteuert, dass sich unabhängig von ihrem Abstand untereinander ein speziell zu den Seiten geöffnetes Klangbild ergibt, das in der Studiotechnik durch eine spezielle Anordnung der Lautsprecher erreicht wird und die verlangte perfekte halbkreisförmige diffuse Wiedergabe ermöglicht.

Bitte beachten Sie, dass sich diese Ausführungen auf Vollbereichsdipole beziehen, die das gesamte Frequenzspektrum abstrahlen. Die von einigen Herstellern angebotenen sogenannten Hochtöner-Dipole versuchen lediglich, ein wenig am THX-Image zu partizipieren, haben jedoch in einer Heimkinoanlage nach THX-Standard nichts zu suchen. Alle Vollbereichsdipole sind übrigens von Lucasfilm weltweit patentrechtlich geschützt.

THX Ultra 2 und die wesentlichen Änderungen für die Subwoofer

Die Anforderungen für die Subwoofer wurden erheblich verändert und verschärft:

  1. Der Frequenzgang wurde im Tiefbassbereich erweitert
  2. Der unverzerrte Dynamikumfang wurde erheblich erhöht
  3. Die Anforderung an die Frequenzganglinearität nochmals gesteigert

Bereits die nach der alten THX Ultra-Norm entwickelten Subwoofer hatten sehr hohe Anforderungen zu erfüllen und brauchten keine Konkurrenz zu fürchten. Sie werden auch in Zukunft auf Grund ihrer hohen Gesamtqualität einen festen Platz im Markt haben und sollten wegen des nach wie vor hervorragenden Preis/Leistungsverhältnisses unbedingt in die engere Wahl gezogen werden. Insbesondere gilt dies vor nachfolgendem Hintergrund: Nach der alten Norm waren untere Grenzfrequenzen zwischen 27 und 35 Hz für die Subwoofer vorgeschrieben - eine sehr sinnvolle Auslegung, die sich mit Teufels seit 15 Jahren zu diesem Thema ausgeübten Beratungspraxis deckte. Es macht nämlich keinen Sinn, in einem durchschnittlichen Wohnraum Subwoofer einzusetzen, die eine tiefere Grenzfrequenz besitzen, als sie der Raum selbst aufweist. Die Wiedergabe wird unsauber.

Im umgekehrten Fall, dass ein Subwoofer mit einer höheren unteren Grenzfrequenz spielt, als sie der Raum besitzt, führt dies in der Regel zu einer sehr präzisen Wiedergabe, die darüber hinaus sehr hohe unverzerrte Lautstärken ermöglicht. Soll in einem entsprechend großen Raum ein Subwoofer mit einer Grenzfrequenz von 20 Hz eingesetzt werden, ist zu bedenken, dass zum Erreichen einer kinogerechten Abhörlautstärke ein Subwoofer mit einer Grenzfrequenz von 20 Hz ca. die doppelte Schalleistung erbringen muss wie ein Konkurrent mit 30 Hz-Grenzfrequenz. Steht jetzt nicht genügend Membranfläche zur Verfügung, geht dem Probanden trotz der spektakulären 20 Hz-Angabe schnell die Luft aus.

Daraus folgt eine goldene Produktionsregel: Konstruiere einen Subwoofer für normale Räume mit einer unteren Grenzfrequenz zwischen 32 und 35 Hz. Diese leisten in einem derartigen Raum, alles was möglich ist, können aber auch größere Räume tadellos und kräftig beschallen, ohne dass sie bei dieser Aufgabe kläglich scheitern. Entwickelt man einen Subwoofer mit 20 Hz-Grenzfrequenz, muss er so bemessen sein, dass er die für ihn prädestinierten sehr großen Räume auch mit entsprechendem Schalldruck versorgen kann.

Praktisch bedeutet das, dass ein Subwoofer mit einem sehr guten 30 cm-Tieftöner jetzt zwei davon benötigt. Das Lautsprechergehäuse muß sich leider auch verdoppeln. Alles Andere ist Effekthascherei.

Man erkennt unschwer, dass die alte THX-Auslegung durchaus sinnvoll war und noch immer ist. Was hat THX bewogen, nun doch die 20 Hz zur Norm zu erheben? Man wollte sicherstellen, dass in großen Räumen mit entsprechend tiefer Eigenresonanz das gesamte Spektrum bis zum tiefsten Ton hörbar ist - und das bei maximalen unverzerrten Schalldrücken, die keine Kompromisse kennen. Große Subwoofer mit sehr viel Membranfläche und sehr kräftigen Endstufen mit 650 Watt Sinus und über 1000 Watt solider Impulsleistung sind die Bausteine, die für derartige Höchstleistungen notwendig sind.

Allen Kunden, die einen Raum mit einer Eigenresonanz von ca. 30 Hz und höher zur Verfügung haben und trotzdem gerne in den Genuss eines Supersubwoofers nach THX Ultra 2 kommen wollen, bieten die neuen THX Ultra 2-Steuergeräte ein integriertes Bassmanagement an, das bei Bedarf eine Begrenzung der Tieftonwiedergabe mit einer idealen Flankensteilheit von 12 dB pro Oktave bei 35 Hz möglich macht. Natürlich können Sie auch einfach einen Teufel M8000 THX Ultra-Subwoofer erwerben.

Die Eigenresonanz Ihres Hörraumes lässt sich übrigens in sinnvoller Näherung selbst ausrechnen. Nehmen Sie den größten Abstand zwischen zwei parallelen Wänden in Metern und teilen Sie die Hälfte der Schallgeschwindigkeit (ca. 170 m/sek) durch den gemessenen Wert. Beispiel: Die Raumgröße beträgt 8 x 6 Meter. D. h.: 170:8 = 21. Die Raumresonanz beträgt somit ca. 21 Hz.

THX verlangt für die neue THX Ultra 2-Lizenzierung eine Grenzfrequenz von 20 Hz, dabei dürfen die Verzerrungen selbst bei extrem hohen Abhörpegeln die 2%-Marke nicht überschreiten. Die Linearität muss im gesamten Übertragungsbereich im 1 dB-Fenster liegen. Dem Autor sind keine Subwoofer im Markt bekannt, die eine derartig herausragende Linearität besitzen und so geringe Klirrwerte bis zu 20 Hz hinab realisieren können. Üblich sind bei diesen Bedingungen eher Werte um 15%. Die neuen THX Ultra 2-Subwoofer stellen mit Sicherheit das dar, was man state-of-the-art nennt. Sie sind ein Maßstab für allen zukünftigen Subwoofer-Entwicklungen.

Leider kann Ihnen Teufel kein Upgrade für die THX Ultra 1-Subwoofer M8000 und M10000 anbieten. Die damals bei der Entwicklung im Vordergrund stehende und auch heute noch gültige Zielvorgabe, höchst leistungsfähige und dabei extrem kompakte Subwoofer zu entwickeln, lässt den für eine THX Ultra 2 notwendigen Umbau der Modelle leider nicht zu. Die Erläuterungen zu den Grenzfrequenzen sollten Ihnen aber auch zeigen, dass Sie durchaus auch mit den THX Ultra 1-Modellen perfekte Subwoofer besitzen.

THX Ultra 2 und die Konsequenzen für die erfolgreichen Teufel THX Produkte Theater 5, 7 und 10

Lucasfilm® hat im Herbst 2001 die Anforderungen für die Vergabe der THX Ultra-Lizenz erheblich verschärft und modifiziert und damit umfangreiche Neuentwicklungen bei allen Herstellern notwendig gemacht, die in Zukunft ihre Lautsprecher nach der neuen THX Ultra 2 Norm lizenzieren lassen wollen.

Das Teufel-Forschungs- und Entwicklungsteam unter der gemeinsamen Leitung von Geschäftsführer Peter Tschimmel und Dipl. Ing. Markus Romeis hat sofort nach der Veröffentlichung der neuen Lizenzanforderungen mit der notwendigen Arbeit begonnen. Nach dem genauen Studium der Unterlagen zur Vergabe der THX Ultra 2-Lizenz hat sich Teufel spontan entschlossen, die bekannten und erfolgreichen THX Ultra 1-Modelle zu überarbeiten und ihre Lizenzierung nach der neuen THX Ultra 2-Norm anzustreben. Aber damit sollte es nicht genug sein. Ein weiteres Entwicklungsziel war es, für die Mehrzahl der THX Ultra 1-Modelle ein sinnvolles und bezahlbares Upgrade auf den neuesten Standard anbieten zu können. Das soll ein "Dankeschön" an unsere Kunden sein, die uns in der Vergangenheit ihr Vertrauen mit dem Kauf der Theaterserien 5, 7 und 10 bzw. der Einzelkomponenten entgegen gebracht haben.

In Hinblick auf dieses Upgrade war es von Anfang an ein Vorteil, dass wir bei der Entwicklung unserer Ultra 1-Modelle mit so großer Sorgfalt und Weitsichtigkeit vorgegangen sind. Dadurch konnten bei den meisten Modellen die Anforderungen der THX Ultra 2-Norm durch eine Neuentwicklung der Frequenzweiche erfüllt werden.

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